Ein Blick ueber Neugersdorf und in das Oberlausitzer Bergland
copyright@ Gesine Smolik
Ich freue mich sehr darueber, die nun folgenden Bilder auf meiner Webseite zu präsentieren.
Herzlichen Dank an Gesine Smolik, eine gebuertige Neugersdorferin, wohnhaft in Paderborn.
Informationen aus der Stadt Neugersdorf
Neugersdorf - Stadt am Hutungsberg
Eine neue Publikation über die Geschichte und Gegenwart der Stadt Neugersdorf ist seit 20.07.2007 im Buchhandel sowie in der Stadtbibliothek erhältlich. 16 Autoren haben in ihren Beiträgen verschiedene Themen der Ortsentwicklung aufbereitet. Mit viel Liebe zur Oberlausitzer Heimat wurden die Texte geschrieben. Das vorliegende Buch beinhaltet eine Vielzahl sehr schöner Fotografien, die sich thematisch in die Artikel einfügen.
In Zusammenarbeit mit dem Verleger Dr. Stübner vom Lusatia Verlag in Bautzen ist es gelungen, Neugersdorf im Festjahr würdig zu präsentieren.
Die Sparkasse Oberlausitz- Niederschlesien hat die Herausgabe des Buches finanziell unterstützt.
Neugersdorf – Stadt am Hutungsberg
Hrsg. von der Stadt Neugersdorf
Bautzen : Lusatia Verlag, 2007
ISBN 978-3-936758-31-3
Das Buch zum Preis von 19,90 € kann zuzüglich von 1,80 € für Porto und Versand auch per Internet über die Stadtbibliothek bestellt werden.
Vielen Dank an Volker und Annelore Hohlfeld aus Neugersdorf fuer die tollen Bilder.
Du benötigst Flash 9.0.28 oder höher, sowie Javascript um dieses Element anzuzeigen
Du benötigst Flash 9.0.28 oder höher, sowie Javascript um dieses Element anzuzeigen
Du benötigst Flash 9.0.28 oder höher, sowie Javascript um dieses Element anzuzeigen
Der Buettnerborn in Neugerdorf
Foto: Volker Hohlfeld
Büttnerborn
Typische Oberlausitzer Umgebindehäuser säumen den Bereich "Am Büttnerborn". Das Gebiet gilt als Gründungsstätte der Stadt. Das an diesen Geschichtsabschnitt erinnernde Denkmal wurde anläßlich der 250-Jahr-Feier von Neugersdorf am 1. September 1907 der Öffentlichkeit übergeben.

Neugersdorf - Stadt am Hutungsberg
Eine neue Publikation über die Geschichte und Gegenwart der Stadt Neugersdorf ist seit 20.07.2007 im Buchhandel sowie in der Stadtbibliothek erhältlich. 16 Autoren haben in ihren Beiträgen verschiedene Themen der Ortsentwicklung aufbereitet. Mit viel Liebe zur Oberlausitzer Heimat wurden die Texte geschrieben. Das vorliegende Buch beinhaltet eine Vielzahl sehr schöner Fotografien, die sich thematisch in die Artikel einfügen.
In Zusammenarbeit mit dem Verleger Dr. Stübner vom Lusatia Verlag in Bautzen ist es gelungen, Neugersdorf im Festjahr würdig zu präsentieren.
Die Sparkasse Oberlausitz- Niederschlesien hat die Herausgabe des Buches finanziell unterstützt.
Neugersdorf – Stadt am Hutungsberg
Hrsg. von der Stadt Neugersdorf
Bautzen : Lusatia Verlag, 2007
ISBN 978-3-936758-31-3
Das Buch zum Preis von 19,90 € kann zuzüglich von 1,80 € für Porto und Versand auch per Internet über die Stadtbibliothek bestellt werden.
Blick zum Neugersdorfer Bahnhof
Foto: Volker Hohlfeld
Das Bahnhäuschen in Neugersdorf
Foto: Volker Hohlfeld
Interessante Häuser der Stadt
Website:

Das fruehere Klubhaus in Nuegersdorf
Hier verbachten wir viele Stunden in unserer Freizeit.
Danke an Hans und Dorchen Krueger !!!

Die beruehmte "Naschecke", hier schlemmerten wir als Jugendliche
so manchen "Schwaren Peter"

In Neugersdorf kann man viele schöne alte Villen finden.
Bedingt durch die Webereien und Spinnereien gibt es in Neugersdorf viele
Unternehmer und Kaufmanns-Villen.
Der Bismarckturm in Neugersdorf
Website:
23 Bismarcktürme in Sachsen
Von Berggiesshübel bis Wurzen

Von den 23 Bismarcktürmen auf dem heutigen Gebiet von Sachsen sind noch 18 Türme erhalten.
Mehr Informationen gibt es unter einer sehr interessanten Webseite hier

NEUGERSDORF ist bekannt fuer seinen Jacobimarkt
oder wie man im Volksmund sagt "Das Gierschdurfer Schissn "

http://www.jacobimarkt.de/


Das Riesenrad auf dem alljährliche Gierschdurfer Schiss`n
Foto: Volker Hohlfeld
NEUGERSDORF ist aber auch bekannt durch den Karneval
Website:

FERIENWOHNUNG IN NEUGERSDORF
Herzlich Willkommen in der Spreequell-Stadt Neugersdorf
Für die schönsten Tage des Jahres bieten wir Ihnen ein gemütliches Zuhause und laden Sie ein,
unsere schöne Oberlausitz kennen zu lernen.
Neugersdorf liegt im Oberlausitzer Bergland am Rande des Zittauer Gebirges.
Unsere Umgebung ermöglicht die verschiedensten Freizeitaktivitäten:
Wandern, Radfahren, Reiten, Schwimmen, Sommerrodeln,
im Winter Skilanglauf, Abfahrt auf der Lausche
Website:

Ortsgeschichte von Neugersdorf
Mai 1306
Erste Erwähnung eines Gherardesdorpp in einer Urkunde der Markgrafen Otto und Woldemar von Brandenburg, Lausitz und Landsberg, in der sie 20 Dörfer im Lande Buddisin zur Stadt Löbau schlagen. Beinamen wie "Bösengerhardsdorff" (1408), "Gerhartstorff malum" (1419), "Bösengerisdorff" (1419) lassen auf ungünstige wirtschaftliche Verhältnisse bzw. ein noch kleines Anwesen anläßlich einer Steuerbewertung 1419 schließen. Oder der Ort verdankt den bösen Beinamen dem vermeintlichen Räuberunwesen der feudalen Hofbesitzer. Zu belegen ist es nicht. Jedoch war der kleine Ort zur damaligen Zeit Fehden ausgesetzt.
10. Juni 1429
Der Ort wurde von den Hussiten vollständig vernichtet. Die Dorfstatt blieb jahrhundertelang wüst und überwaldete.
Wechselvoll ging es im Grundbesitz unter dem König von Böhmen und Lehnsherren Ferdinand I. weiter. Der 30-jährige Krieg brachte weitere einschneidende Veränderungen. Im Jahre 1635 schloß Kurfürst Johann Georg I. von Sachsen mit dem Kaiser den Frieden zu Prag, in welchem der Kurfürst die Ober- und Niederlausitz erb- und eigentümlich erhielt, deren Grenzverlauf im wesentlichen dem heutigen entsprach.
1657
Auf dem zur Herrschaft Rumburg gehörenden Flurstück des Gersdorfer Waldes, das auf dem Territorium des Kurfürstentums Sachsen lag, wurde durch Graf Franz Eusebius von Poetting das Exulantendorf Neu-Gersdorf gegründet. Die Gründung begann mit 26 Häusern am Büttnerborn.
1662
Auf dem zur Stadt Zittau gehörenden Gebiete gründeten gleichfalls böhmische Exulanten freiwillig das Dorf Alt-Gersdorf östlich des Spreebornes mit 8 Häusern, den "Achthäusern".
Die Erwerbsmöglichkeiten gaben keine ausreichenden Voraussetzungen für den Lebensunterhalt der Siedler, und so wurde die Hausweberei zur zusätzlichen Erwerbsquelle, zumal sie dieses handwerkliche Können aus ihrer Heimat mitbrachten und dasselbe in den anderen Zittauer Ratsdörfern ebenfalls seit langem betrieben wurde. So entstand in verhältnismäßig kurzer Zeit das typische Oberlausitzer Weberdorf, und es wurde die große Tradition der Textilindustrie bis hin zur Industriestadt begründet.
1667
Bau der ersten Kirche am gleichen, heutigen Standort auf Alt-Gersdorfer Flur.
Anstellung des ersten Kirchschullehrers. Beide Orte nutzten die Kirche. Die rasche Entwicklung der Kirchgemeinde führte
1738
zur Erweiterung der Kirche auf den heutigen Umfang.
1855
erfolgte der Aufbau der hölzernen Turmspitze, die
1868
durch heftigen Sturm abgeworfen wurde.
1872
wurde der Turm in seiner endgültigen Form aufgebaut.
Nochmals zurück zu Neu-Gersdorf auf dem Territorium der damaligen Herrschaft Rumburg:
1682
ging diese Grundherrschaft und damit auch Neu-Gersdorf durch Verkauf an den Fürsten zu Liechtenstein über. 1856 endete lt. Entlassungsurkunde vom 28.07.1856 die Fürstlich-Liechtensteinische Herrschaft von Neu-Gersdorf.
Obwohl beide Dörfer selbständig waren und verschiedenen Grundherrschaften angehörten, wuchsen sie allmählich aneinander und verschmolzen zunehmend durch persönliche Verbindungen, gemeinsame Vereine und öffentliche Einrichtungen, wie Kirche, Feuerwehr, Standesamt, Sparkasse, Bahnhof, Post.
Mit dem Aufblühen der Industrie, vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, entstanden Fabriken, Villen und große Geschäftshäuser. Neues Bebauungsgelände wurde aus den ehemaligen Hutungen erschlossen. Damit schloss sich nach und nach das ehemalige regellose Ortsbild aus den früheren zwei Ortsgründungen, ohne die offene Bauweise zu verlieren. Die alten früheren Bebauungen sind heute noch an der Stellung der Häuser zueinander und den winkligen Gassen bzw. Straßen zu erkennen. Zwischen den alten Straßenzügen zeigen sich die jüngeren Straßenanordnungen meist in Gitterform. Die Vereinigung der beiden Dörfer wurde im Gesamtbild immer augenscheinlicher.
Die Initiatoren der in die Zukunft weisenden Beschlüsse zur Ortsvereinigung waren namhafte, weitsichtige Bürger unseres Ortes, vor allem aus der früheren Textilindustrie sowie von Handwerk, Handel und Gewerbe.
Das wirtschaftliche Fundament war von der Mitte des vorigen Jahrhunderts an mit der Gründung der wichtigsten großen Firmen der Textilbranche und des Textilmaschinenbaus gelegt, unterstützt von der Einführung der Dampfkraft und dem Eisenbahnanschluss. Die industrielle Entwicklung der Textilindustrie und des Textilmaschinenbaues führte zu Unternehmen von Weltruf.
Einige namhafte Gründungen seien hier genannt:
1834
Textilfabrik C. G. Hoffmann durch Carl Gottlieb Hoffmann
- erste Fabrikgründung -
1842
Carl Friedrich Hoffmann (später ab 1873 August Hoffmann)
Textilfabrik
1844
Christian Friedrich Herzog - Textilfabrik (später ab 1872 Hermann Herzog & Co.), heute Heytex Neugersdorf GmbH
3. Februar 1855
Einführung der Dampfkraft mit der ersten Dampfmaschine im "Fabrik - Etablissement" von C. G. Hoffmann
1. November 1874
Eisenbahnanschluss von Alt- und Neu-Gersdorf
1878
Carl Adolf Roscher - Webstuhlfabrik, heute MBN Neugersdorf GmbH (Maschinenbaubetriebe Neugersdorf)
1. Januar 1899
Vereinigung von Alt-Gersdorf und Neu-Gersdorf zu einer
Gemeinde "Alt- und Neugersdorf".
1. September 1899
Nochmalige Namensänderung endgültig auf Neugersdorf.
Die Ortsvereinigung wirkte sich positiv auf die Entwicklung des Ortes aus.
15. Dezember 1924
Neugersdorf wurde zur Stadt erhoben.
1931
Verleihung des Stadtwappens, der Kranich mit dem Hufeisen in der rechten Kralle. Die Stadtfarben sind Schwarz-Gelb.
Bedeutende Neugersdorfer Ortssöhne
Johann Gottlob Schneider
Geb. 1753 in Waltersdorf, kam 1787 als Lehrer und Organist nach Alt-Gersdorf. Bedeutendster Gersdorfer Kantor, meisterhafte Beherrschung aller damals bekannten Instrumente.
Dr. Friedrich Schneider
Geb. 1786 in Waltersdorf. Organist an der Universitätskirche und Gesangslehrer an der Ratsfreischule.
Ab 1813 Organist an der Thomaskirche zu Leipzig. Musikdirektor am Leipziger Stadttheater.
Schuf Konzerte und Chorwerke. Ehrendoktor der Universitäten Leipzig und Halle. Starb 1853.
Dr. Johann Schneider
Geb. 1789 in Alt-Gersdorf, genannt "Orgelkönig", 2. Sohn des Kantors Gottlob Schneider. Wurde in Leipzig Nachfolger seines Bruders als Organist an der Universitätskirche. Von Görlitz 1825 als Königlich-Sächsischer Hoforganist nach Dresden berufen, dort Direktor der Dreysigschen Singakademie. Ehrendoktor der Universität Leipzig. Starb 1864 hochgeehrt und weltbekannt in Dresden. Erinnerungstafel am Geburtshaus des "Orgelkönigs", Rudolf-Breitscheid-Straße 4.
Gottlieb Schneider
Geb. 1797, als 3. begabter Sohn von Gottlob Schneider. Wurde bedeutender Organist, der zuletzt an der Gnadenkirche zu Hirschberg tätig war. Er starb am 4. August 1856 in Hirschberg.
Ernst Moritz Ludwig Ettmüller
geb. 5. Okt. 1802 in Alt-Gersdorf, war Gymnasiast in Zittau, studierte zwei Jahre in Leipzig Medizin, wurde dort Burschenschaftler. Dann Studienaufenthalte in Dresden, Zittau, Görlitz und Prag.
1928 studierte er in Jena alte Sprachen und Literatur. Begegnung mit Goethe, 1831 Privatdozent.
1833 Berufung als Professor für altdeutsche Sprache und Literatur an das Obergymnasium nach Zürich, wo er später ganz an die Universität wechselte.
Er war eng befreundet mit Richard Wagner, den Familien Wesendonck und Wille und mit Gottfried Keller, Georg Herwegh und Ludwig Uhland. Zahlreiche literarische und wissenschaftliche Werke.
Er starb am 14. April 1877 in Zürich.
Carl Melzer
Geb. 1849, von 1880-1916 Pfarrer von Neugersdorf. 1903 brachte er die "Chronik von Neugersdorf" heraus. In unermüdlicher Kleinarbeit hatte er ortsgeschichtliches Material zusammengetragen. Er starb am 28. Februar 1928.
Rudolf Gärtner
1875 im Alt-Gersdorfer Kantorenhaus geboren. Durch seine meisterliche Erzählkunst wurde er einer der bedeutendsten Mundartschriftsteller und Heimatdichter der Oberlausitz.
Er starb 1952.
Quellen:
1. Fritsche, Karl August, Kirchschulmeister, Organist und Gerichtsschreiber zu Alt- und Neu-Gersdorf .
Ortsgeschichte der Parochie Gersdorf, d. i. Alt-Gersdorf mit Ebersbacher Seite und Neu-Gersdorf im Amtsbezirke Ebersbach, geschrieben im Sommer 1857.
Nachdruck im Auftrage der Stadtgemeinde Neugersdorf als "Chronik der Stadt Neugersdorf" (Ortsgeschichte der Parochie Gersdorf), ausgeführt von der Ostsachsen - Druckerei m. b. H., Löbau, 1929.
2. Melzer, Carl, Pfarrer.
Chronik von Neugersdorf.
Verlag Teller & Roßberg, Neugersdorf, 1903.
3. AG Heimatgeschichte im Kulturbund der DDR, Ortsgruppe Neugersdorf, und Rat der Stadt Neugersdorf.
Neugersdorf, Beiträge zur Ortsgeschichte.
Heft 1 (1984) bis Heft 6 (1990).
4. Museumsverein Neugersdorf e. V.
Neugersdorf, Beiträge zur Ortsgeschichte.
Heft 7 (1991) bis Heft 10 (1994)
5. Museumsverein Neugersdorf e. V.
Neugersdorf, Beiträge zur Heimatgeschichte.
Heft 11 (1995) bis Heft 14 (1998).
6. Werner Krahl
Ernst Ludwig Ettmüller - Biographische Skizze 1999
Löbauer Druckhaus GmbH 1999
In den seit 1984 (Heft 1) jährlich erscheinenden Ausgaben "Neugersdorf, Beiträge zur Ortsgeschichte" bzw. " ... zur Heimatgeschichte" sind geschichtsinteressierte Heimatfreunde bemüht, die seit Erscheinen der letzten Chronik bis 1999 nunmehr angewachsene Zeitspanne von rund 100 Jahren zu durchforsten sowie thematisch im Sinne der Ortschronik zu dokumentieren und diese damit weiterzuführen. Das soll auch künftig geschehen.
Die Hefte dieser Reihe können noch - bis auf die leider bereits vergriffenen Nummern 1 und 2 - käuflich über der Heimat- und Geschichtsverein ( Ansprechpartner Herr Christian Weise, Volksbadstraße 26, 02727 Neugersdorf ) oder die Buchhandlung Fiedler, Schillerstraße 4, 02727 Neugersdorf erworben werden.
Das Heft 24 dieser Reihe erschien anläßlich des 280. Jacobimarktes am Freitag, dem 25. Juli 2008.
Blick zur Kirche in Neugersdorf in Richtung Oberland Ebersbach
Foto: Volker Hohlfeld